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Verschiedene Beiträge in den Medien
Fly me to the top Folge 35 mit Charly Kistler – Vom Krisengebiet an die Spitze der Schweizer Ferienfliegerei
15.10.26 Gefährliche UNO-Missionen im Nahen Osten, Pionierarbeit bei Edelweiss und eine lebenslange Leidenschaft fürs Fliegen: Karl «Charly» Kistler blickt auf eine aussergewöhnliche Karriere zurück. In der neuen Folge von «Fly me to the top» erzählt der ehemalige Edelweiss-Chef und Chefpilot dem Gastgeber Frank Liemandt von abenteuerlichen Einsätzen, wegweisenden Entscheidungen und davon, warum oft das gewisse Extra den Unterschied macht. Ein faszinierendes Gespräch mit einer prägenden Persönlichkeit der Schweizer Luftfahrt – voller spannender Geschichten, überraschender Wendungen und bemerkenswerter Bescheidenheit.
Ein Kunstflug hätte seine Pilotenkarriere beinahe beendet, bevor sie überhaupt begann. Als Jugendlicher darf Charly Kistler erstmals in einem Motorflugzeug mitfliegen. Doch statt eines gemütlichen Rundflugs erwartet ihn ein Kunstflugprogramm, das ihm die Freude am Fliegen gründlich verdirbt. Er entscheidet sich zunächst für eine Ausbildung zum Fallschirmgrenadier. Erst Jahre später findet er über die Privatfliegerei und die Tätigkeit als Fluglehrer zurück ins Cockpit. Es ist der Beginn einer Karriere, deren Verlauf er sich selbst kaum hätte ausmalen können.
Im Dienst der Vereinten Nationen
Nach seinen Anfängen als Fluglehrer und Linienpilot bei Crossair führt ihn sein beruflicher Weg 1986 nach Jerusalem. Im Auftrag der Vereinten Nationen übernimmt er die fliegerische Verantwortung für eine Schweizer Fokker F27, mit der UNO-Personal im Nahen Osten transportiert wird.
Die Einsätze verlangen fliegerisches Können, Improvisationsvermögen und starke Nerven. Im Sinai sind abgelegene Landepisten ohne moderne Navigationshilfen zu finden. Noch anspruchsvoller werden die Flüge ins vom Bürgerkrieg gezeichnete Beirut. Ob eine Landung möglich ist, entscheidet sich mitunter erst im Anflug. Beschädigte Infrastruktur, unsichere Verhältnisse und improvisierte Verfahren gehören zum Alltag.
Kistler schildert diese aussergewöhnlichen Erfahrungen mit einer Gelassenheit, die umso mehr beeindruckt, je deutlicher die damaligen Risiken werden.
Wie aus einer Idee Edelweiss wurde
Zurück in der Schweiz wird Kistler Teil einer weiteren bemerkenswerten Luftfahrtgeschichte: der Entstehung von Edelweiss. 1996 übernimmt er die Funktion des Chefpiloten der neu gegründeten Ferienfluggesellschaft. 2002 steigt er zum Geschäftsführer auf.
Unter seiner Mitwirkung entwickelt sich Edelweiss zu einer erfolgreichen Airline mit unverwechselbarer Identität. Kistler begleitet den Ausbau des Streckennetzes, die Entwicklung der Langstrecke und zahlreiche Premieren – darunter den Erstflug nach Las Vegas.
Den Bezug zur fliegerischen Praxis verliert er dabei nie. Auch als CEO sitzt er regelmässig selbst im Cockpit. Das ermöglicht ihm, betriebliche Abläufe aus erster Hand zu beurteilen und den persönlichen Kontakt zu den Besatzungen zu pflegen.
Das «little extra» macht den Unterschied
Was aber ist das Geheimnis seines Erfolgs? Kistlers Antwort hat erstaunlich wenig mit Managementtheorien zu tun. Ihm geht es um Aufmerksamkeit, Wertschätzung und die Bereitschaft, mehr zu tun als das unbedingt Notwendige.
Dieses «little extra» prägt seine Vorstellung von guter Führung ebenso wie die Unternehmenskultur von Edelweiss. Denn ein Unternehmen wird für ihn nicht allein durch gute Prozesse erfolgreich, sondern vor allem durch Menschen, die sich mit ihrer Aufgabe identifizieren und Verantwortung übernehmen.
Flugzeuge bauen statt stillsitzen
Auch nach seiner Pensionierung bleibt die Aviatik Kistlers grosse Leidenschaft. Was mit Modellflugzeugen in der Kindheit begann, führt zum Bau eigener Fluggeräte – darunter ein Kitfox, ein CH7-Helikopter und eine Van’s RV-12.
Besonders die Helikopterfliegerei hat es ihm angetan. Mit seinem selbstgebauten CH7 erkundet er die Schweizer Gebirgslandeplätze und erlebt dabei unvergessliche Abenteuer. Inzwischen hat er den Helikopter verkauft und konzentriert sich auf die Flächenfliegerei. Als Bauberater und Erstflugberater gibt er seine Erfahrung weiterhin an andere Flugzeugbauer weiter.
Ein faszinierendes Gespräch über Mut, Verantwortung und unternehmerischen Weitblick. Vor allem aber mit einem Mann, der viel erreicht hat, ohne grosses Aufheben darum zu machen – und dessen Begeisterung fürs Fliegen auch nach Jahrzehnten ungebrochen ist.
Über den Initianten Frank Liemandt
Seit fast 30 Jahren ist Dr. Frank Liemandt in der Luftfahrtbranche tätig – als Geisteswissenschaftler ein Quereinsteiger mit aussergewöhnlicher Laufbahn. Vom Pressesprecher in der Sparte Helikopter über B2B-Sales-Manager für Flugzeugkomponenten und Verkaufsdirektor für Kampfjets bis hin zum Geschäftsführer des Deutschen Hubschrauber Verbands sowie Messeleiter der EUROPEAN ROTORS hat er die Branche aus unterschiedlichsten Perspektiven kennengelernt. Seit 2014 führt er seine eigene Consultingfirma – und setzt sich neuerdings für «Fly me to the top» mit seinen Gästen ins virtuelle Cockpit.
Seit dem Start von «Fly me to the top» Mitte Februar erscheint jeden Donnerstag eine neue Folge mit wechselnden Gästen aus der Luft- und Raumfahrt sowie angrenzenden Bereichen.
Experimental Aviation of Switzerland EAS Annual Report 2026
SkyNews 30 Jahre Edelweiss Air, Der Schweizer Ferienflieger
SkyNews 30 Jahre Edelweiss Air, Interview mit Gründer Nik Grob
AERO 10 2025 Ein Hoch auf die Alpenblume
Experimental Aviation of Switzerland EAS Annual Report 2025
Experimental Aviation of Switzerland EAS Annual Report 2024
Experimental Aviation of Switzerland EAS Annual Report 2023
Zeitschrift MAN, 60 Minuten mit Karl „Charly“ Kistler (Herbst 2022)
Experimental Aviation of Switzerland EAS Annual Report 2022
Experimental Aviation of Switzerland EAS Annual Report 2021
Flug nach Samedan SkyNews Beitrag RV12 Januar 2021
Wir vermieten unser Chalet in Furna
Travel Inside: Die neue Freiheit des Charly Kistler
Artikel im Aerokurier: Helikopter CH7 auf dem Glärnischfirn
Beitrag Business Travel Tips: Erlebnisse machen glücklich!
Travel Inside, Stefan Jäggi: Charly Kistlers Abschiedsflug
Aero Revue 03_2017: Karl „Charly“ Kistler, ein Aviatiker durch und durch
Aero International: JA ICH FLIEGE GERN Juni 2015
Travelinside 30Apr15 Test Edelweiss vs Holidayjet
Erfolg hat einen Namen Ferienpost Jan 15
Wir leben um Freude zu haben Management Aug 14
Der fliegende CEO Schweizer Illustrierte Jun 14
Edelweiss Air bildet selber Piloten aus AeroRevue Apr 14
Monatsinterview im Cockpit Mai 14
Fliegen ist ein Privileg Kuoni Maerz 14
Mittagessen mit Karl Kistler SoZei Maerz 14
Spinner über den Wolken St Galler Taglatt Feb 14
Edelweiss Air erfolgreicher dank Swissness Feb 14
Swissness am Himmel NZZ Jun 13
Schweizer Arbeitgeber Bewährte Sicherheit & heimatliche Gefühle Maerz 10
Travel Manager Personality Award 2012
Laudatio Travel Manager Avard (Link)
Erste Gebirgslandungen mit meinem Helikopter auf dem Madrisahorn
Landungen auf dem Rosenengg West
Clariden, Hüfifirn
Kitfox meets Helicopter CH-7
Landungen auf 4’150m, dem höchsten Gebirgslandeplatz in der Schweiz


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