Von den 42 Gebirgslandeplätze fehlte mir noch einer: Alp Foppa im Tessin

Alp Foppa, Ostern 2023, Flug RV12 nach Lugano

Start in der Speck mit 56 Litern Treibstoff im Tank. Ohne Halt bis Alp Foppa ist in Anbetracht der Tatsache, dass es entlang der Strecke Gebirgslandeplätze gibt, nicht machbar, mindestens auf dem Hüfifirn/Planurahütte muss ich ein paar Landungen machen.

Gegenüber der Planurahütte

Planurahütte, nicht viel Schnee, aber der Eingang ist immer noch zugeweht!

Schöne Sicht Richtung Süden

Also, dann los Richtung Alp Foppa. Der Frühling kommt bestimmt bald, die ersten richtigen Nassschneelawinenabgänge sind sehr beeindruckend.

Rechts unten Disentis, das Kloster ist sehr gut sichtbar

An der Strecke zum Lukmanierpass rechts unten das Dörfchen Curaglia

Alpe ………. mit einem schönen Lerchenwald

Sicht zurück von Südosten Richtung Lukmanier Passhöhe

…und schon sind wir in der Leventina, Sicht links Richtung Biasca

…unsere Bergwelt ist wirklich imposant…..

…. auf der rechten Seite Locarno und Ascona mit den Brissago-Inseln

…Monte Tamaro und die Alp Foppa vor mir….

….um den besten und sichersten Landeplatz ausfindig zu machen, ist eine ausgedehnt Rekognoszierung erforderlich, im Hintergrund die Magadinoebene…..

Alp FoppaSchöner Landeplatz!!

Einmalig, die Kirche von Mario Botta, sehen Sie im nachfolgenden Video seine Erklärungen dazu:



„Susbended Cube“ Einzigartiges Kunstwerk der Bildhauerin Jaya Schürch, eindrücklich und berührend!

„The Temple Guardian“ von Luca Marcionelli ist ein 4 Meter hohes monolithisches Totem, für einmal bewacht er auch noch meinen Heli!

Abflug via Monte Ceneri Richtung Locarno, approaching Monte Ceneri bekomme ich die Bewilligung „direct right-hand base, via final 26 center to heliparking 15“ zu fliegen….

Neben mir auf Platz 14 HB-ZGV, ein AS.350B3 Ecureuil. Von den 56 Litern mit denen ich am Morgen im Speck abgeflogen bin, sind noch 31 Liter im Tank. Eigentlich knapp genügend um ohne aufzutanken in die Speck zurück zu fliegen. Ein Freund den ich getroffen habe, Guido Benz, meint zutreffend „in unserem Alter lassen wir uns nicht mehr mit solchen Themen unter Druck setzen“ und holt mir freundlicherweise 13 Liter Bleifrei 98.

Auf dem Weg zum C-Büro werde ich an meine Militärdienstzeit erinnert, habe hier im Tessin(Locarno und Losone) 1972 die Fallschirmaufklärer Rekrutenschule absolviert

Beim Abflug Richtung Speck via Verzasca Stausee liegt das Dorf Brione bereits im Schatten

Bei Faido, die ersten Waldbrände im viel zu trockenen Tessin sind da! (Und ich sehe von oben: Ein Helikopter ist bereits am Löschen!)

Planurahütte mit Hüfifirn, einfach so kann man da nicht vorbeifliegen!

Wunderbare Abendstimmung. Noch niemand auf der Hütte, der den Sonnenuntergang geniesst. Zum Abschied mache ich 2 Landungen auf dem Hüfifirn/Kolkrand

Und weil es so schön ist und ich zum Glück nicht knapp an Treibstoff bin, mache ich noch einen Umweg zum Glärnischfirn

…dann via Wägitalersee an Rapperswil vorbei via Uster in die Speck zurück. Treibstoffstand nach der Landung: 12 Liter. Ohne nachtanken in Locarno hätte ich die 2 Landungen auf dem Hüfi und den Umweg zum Glärnischfirn nicht machen können, aber direkt es hätte es gereicht!